ZwickRoell liefert eines der größten Fallwerke der Welt nach Essen

ZwickRoell liefert eines der größten Fallwerke der Welt

ZwickRoell, November 2019. Rund 9 Meter Bauhöhe, ein Gewicht von deutlich über 10 Tonnen und eine Fallenergie von 120.000 Joule – das sind die Eckdaten eines Fallwerks für Schlagprüfungen, das ZwickRoell an das Essener Prüflabor Gövert geliefert hat. Damit werden in Zukunft Prüfungen an unterschiedlichen Rohrwand-Proben im Kundenauftrag durchgeführt.

Die DWT Großfallwerke (High Energy Drop Weight Tester) von ZwickRoell dienen zum Prüfen und Bewerten von Bruchflächen an ferritischen Stählen, wie sie häufig für Öl- und Gaspipelines verwendet werden. Das Prüfverfahren wird als Fallgewichtsversuch unter anderem in den Normen API-RP 5L3, DIN EN 10274 und ASTM-E 436 beschrieben. Beim Herabfallen beschleunigt das Gewicht einen genormten Prüfkörper in Richtung der Probe, die durchschlagen oder gebrochen wird. Aus der Art des Bruchs, bzw. dem Bruchgefüge der Probe lassen sich Aussagen über die Werkstoffeigenschaften treffen. Eine Temperierung der Probe mit einer separaten Kühleinheit ist ebenfalls möglich.

Instrumentierte Fallwerke bieten zusätzlich die Möglichkeit zur Aufzeichnung kompletter Kraft-Wege-Diagramme, aus denen sowohl charakteristische Kraftpunkte als auch die aufgenommene Schlagenergie berechnet werden können. Für die Prüfung gekerbter Stahlproben aus Rohrausschnitten hat das Prüflabor Gövert aus Essen ein ZwickRoell Fallwerk vom Typ DWT120 kJ erworben. In der Probenvorbereitung wird der Rohrausschnitt zurechtgesägt, in Gull-Wing-Form gebracht und an einer ZwickRoell 800 kN hydraulischen Kerbpresse mit einer Kerbe versehen. Gövert ist einer der wenigen Dienstleister, die Prüfproben in Gull-Wing-Form herstellen und nun auch prüfen können. Mit der Gull-Wing-Form wird die ursprüngliche Krümmung an der Kerb- und Prüfstelle unverändert beibehalten, während die herkömmliche Probe als bearbeitete Flachprobe mit Kerbe geprüft wird.

Die Schlagprüfungen erfolgen mittels einer instrumentierten Finne bei unterschiedlichen Temperaturen. Bei einem Fallgewicht von ca. 3 t und einer Fallhöhe von etwa 4 m bringt das Fallwerk bis zu 120 kJ Energie auf, womit es eines der leistungsstärksten Fallwerke weltweit ist. So sind Prüfungen nach Prüfnormen wie ASTM-E 436, API-RP 5L3 oder DIN EN 10274 an großen Proben möglich.

Das Großfallwerk von ZwickRoell beeindruckte insbesondere mit sicheren Prüfergebnissen, die mit einem Prüfzertifikat in Anlehnung an DAkkS nachweisbar sind, sowie der zertifizierten Kalibrierung ab Werk und vor Ort beim Kunden. Auch die nachweissichere Erfüllung der hohen Sicherheitsanforderungen und die umfangreiche Unterstützung bei der Projektierung waren bei Gövert wichtige Gründe sich für das DWT 120 kJ von ZwickRoell zu entscheiden.

Link zur englischen Version: https://www.zwickroell.com/en/news/goevert

Link zu Video – DWT Test, Fallwerk zur Materialprüfung bei Goevert GmbH: https://www.youtube.com/watch?v=7Jljufq5VoQ

 

Über die ZwickRoell Gruppe

Kunden der ZwickRoell Gruppe profitieren von über 160 Jahren Erfahrung in der Material- und Bauteilprüfung. ZwickRoell ist weltweit führend in der statischen Prüfung und verzeichnet ein signifikantes Wachstum bei Betriebsfestigkeits­prüfsystemen. In Zahlen ausgedrückt: Im Geschäftsjahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 237 Mio. EUR. Zur Firmengruppe ZwickRoell gehören mehr als 1.600 Mitarbeiter und Produktionsstandorte in Deutschland (Ulm, Bickenbach), Großbritannien (Stourbridge) und Österreich (Fürstenfeld). Das Unternehmen verfügt über weitere Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien, Spanien, USA, Mexiko, Brasilien, Singapur und China, sowie weltweite Vertretungen in 56 Ländern. Weitere Informationen auf www.zwickroell.com

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ZwickRoell ist weltweit führender Anbieter von Prüfmaschinen für die Werkstoffprüfung. Die Materialprüfmaschinen werden in der F&E und in der Qualitätssicherung in mehr als 20 Branchen eingesetzt. Das Ulmer Unternehmen steht für sichere Prüfergebnisse, exzellenten Service sowie für Qualität und Zuverlässigkeit in der Material- und Bauteilprüfung.

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Pressemeldung vom 22. November 2019

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